Besuch bei unseren Welpen und Einzug bei euch

Der erste Welpenbesuch steht an, wenn die Welpen ca. 4 Wochen alt sind. Wir alle erwarten diesen Tag mit großer Spannung und Vorfreude. Damit alles für alle gut stattfinden kann, hier vorab ein paar Verhaltensregeln:

Zu den Welpen in das Gehege darf nur, wer gesund ist und sich vorher die Hände gründlich gewaschen hat.

 

. Ganz wichtig im Welpengehege ist ruhiges Verhalten, keine hektischen Bewegungen, kein Quietschen und kein Herumlaufen. Am besten setzt man sich hin und wartet darauf, dass die Welpen zu einem kommen. Wenn die Welpen auf den Schoß krabbeln, ist das schön, bitte dabei sitzenbleiben und den Welpen nicht herumtragen.

Wir versuchen den Welpen eine Beißhemmung beizubringen, uns hilft es dabei, wenn auch ihr die Welpen bei eurem Besuch nicht auf den Fingern herum kauen lasst. Die Welpenzähnchen sind sehr spitz und die Welpen haben ein großes Kaubedürfnis, das sie auch befriedigen sollen, deswegen sollte man ihnen Kauwurzeln oder  anderes Kauspielzeug  anbieten. Im Auslauf liegen immer Zerr- und Kauspielzeuge herum, so dass man den Welpen damit von seinen Fingern, Haaren, Pullover oder Hosenbein ablenken kann. Es ist auch ratsam, sich zwar saubere Sachen, aber nicht gerade den Lieblingspulli, der kein Loch bekommen soll, anzuziehen.

Die Eltern von Kindern bitten wir diese Verhaltenregeln mit ihren Kindern vor dem Besuch durchzusprechen.

 

Hunde sind ein Spiegel unserer Stimmungen, sind wir aufgeregt, so sind es auch die Hunde. Sind wir dagegen ruhig und entspannt, um so eher wird es auch der Hund sein.

Das kann man später beim eigenen Hund auch ruhig mal ausprobieren:

Mit offenem Mund gähnen, den Kopf zur Seite drehen gilt unter Hunden als Beschwichtigungssignal.

Klar, Welpen sind eine Ausnahme und meist quirliger als so ein gechillter Althund. Aber auch da gilt es schon früh  Zeichen so zu setzen, dass auch Welpen Ruhe und Grenzen lernen.

Wünschenswert wäre es, wenn die neuen Welpenfamilien sich vor dem Welpeneinzug über die Körpersprache des Hundes informieren. Meine Buchempfehlungen dazu:

"Calming signals" von Turid Rugaas

"Das andere Ende der Leine" von Patricia B. McConnell

 

Wir übergeben unsere Welpen in gute Hände.

Ihr seid ab dem Zeitpunkt der Welpenübergabe sein Fürsorgegarant und stellt bereit und sicher, was euer Welpe in seinen ersten Lebensmonaten und im ganzen Leben braucht:

 

Respekt seiner Ruhezeiten (Rückzugsmöglichkeiten),

Nähe, das gewohnte Futter, liebevoll konsequente Erziehung

Bei neuen Begegnungen seid ihr seine Orientierung und sein Schutz.

 

Der Welpe muss erstmal gar nicht können !

Was er lernen sollte ist, selber runterzufahren und zur Ruhe zu kommen. Dies erreicht man am besten, wenn man nicht mit ihm zusammen tobt; der Welpe kann ja in seinen "wilden 5 Minuten" durch das Wohnzimmer rennen, aber er sollte dabei möglichst ignoriert und nicht auch noch bestärkt werden. Jede Aufmerksamkeit bringt eine Verstärkung seines momentanen Verhaltens. Dies ist ein Fehler, den viele neue Welpenfamilien machen und schaffen sich dadurch selbst einen aufgedrehten Hund.

 

Wir verstärken positiv und schenken dem Welpen Aufmerksamkeit, wenn er sich ruhig benimmt,.. zum Beispiel er setzt sich hin, erst dann wird er gestreichelt oder bekommt Futter, das nimmt viel Dampf aus dem Kleinen und er lernt so, dass gutes Benehmen belohnt wird. Man selber wird dadurch auch nicht zum "Larry" des Welpen, sondern zeigt mit Ruhe, was gewünscht ist.

Wenn der Welpe eh schon entspannt liegt, dann kann man sich zu ihm legen und ihn streicheln.  Wir zeigen ihm damit deutlich: Entspannung und Ruhe ergibt Nähe und Streicheln, das wiederum Oxytocin ausschüttet, sowohl bei Mensch wie bei Tier - das Bindungshormon....um das Herstellen einer vertrauensvollen Bindung geht es.

 

Letzte Aktualisierung:

       20.09.2022 

 

Mitglied in der Sabris Zuchtgemeinschaft e.V.i.G.

 

 

Mina   * 07.04.2012

 

Ally   * 07.07.2013

 

Coco   * 06.12.2014

 

Beena   * 20.08.2017

 

Chari    * 01.08.2018

 

Wanda    * 19.11.2021