Aufzucht und Abgabe von Welpen aus dem Buchenbogen

 

      

 

      Ihr möchtet Familienzuwachs auf 4 Beinen ?  Ein Welpe vom Buchenbogen soll es sein  ?

 

Bitte informiert euch vor dem Hundekauf gut über die Grundbedürfnisse eines Hundes und

über die speziellen Wesenseigenschaften von einem Elo® / Eurasier / Bobtail.

Seht euch die Vorfahren eures Welpen an, findet über sie heraus, was möglich ist und bitte stellt uns Züchtern Fragen, denn der Welpe soll euer neues Familienmitglied werden, und wird euch die nächsten 16 Jahre begleiten, wenn alles gut läuft.

 

Unsere Hunde sind Familienhunde... sie über eine längere Zeit alleine zu lassen ist nicht artgerecht.

Deswegen geben wir unsere Welpen auch nicht an voll berufstätige Menschen ab, bei denen sie mehrere Stunden alleine zu Hause verbringen müssten.

 

Der Welpe wird nach der Trennung von seinen Wurfgeschwistern und dem Einzug bei euch seine Zeit am liebsten in eurer Nähe verbringen wollen, auch nachts. Die Bindung zueinander wird durch gemeinsam verbrachte Zeit gefestigt.

Der Welpe braucht zwar die Nähe, aber bitte nicht die dauernde uneingeschränkte Aufmerksamkeit oder schlimmer noch die Daueransprache.

Auch nach der Eingewöhnungszeit wird der junge Hund gerne seine Menschen auf ihren alltäglichen Runden begleiten.

Entsprechende Ruhezeiten sind natürlich zu bedenken. So sollte man dem Welpen nicht zuviel zumuten, er muss in den ersten Wochen erstmal bei euch ankommen und kein übertriebenes "Sozialisierungsprogramm" durchlaufen.

In der Ruhe liegt die Kraft.

Junge Hunde ruhen gerne bis zu 21 Stunden, wenn man sie denn lässt, und benötigen diese Zeit auch dringend, um neue Eindrücke verarbeiten zu können.

 

Wenn wir unsere Welpen im Alter von ungefähr 10 Wochen in liebevolle Hände abgeben, dann haben sie bereits einiges kennengelernt: Alte und junge Menschen, die alltäglichen Haushaltsgeräusche, den Garten, unsere Katzen, etwas Straßenlärm, kurze Autofahrten, Geschirr, Halsband, Leine, ihre Welpentoilette, Begegnungen mit anderen, sozial verträglichen Artgenossen, Rohfutter und Trockenfutter, usw.. Dies alles bildet einen soliden Grundstock, auf dem die zukünftigen Hundehalter aufbauen können.

 

Wir geben dem Welpen mit:

 

- EU-Heimtierausweis

- Kaufvertrag 

- Ahnentafel

- Kopien der Ahnentafeln der Elterntiere

- bekanntes Futter für die ersten Tage + Futterplan

- Halsband, Leine und Welpengeschirr

- vertraute Gerüche ( Spielzeug, Decke´+ benutzte Strohpellets aus dem Welpenklo )

- einen Kotprobensammelbehälter

- und sind ein Hundeleben lang für ihn da.

 

Bei ihrer Abgabe sind die Welpen geimpft, gechippt, entwurmt und natürlich von einer Tierärztin untersucht.

Falls bei der tierärztlichen Untersuchung irgendwelche Unregelmäßigkeiten beim Welpen festgestellt werden, wie z.B. Knickrute oder fehlerhaftes Gebiss oder sonstiges, werden diese selbstverständlich mit den Welpenkäufern kommuniziert und im Kaufvertrag vermerkt.

 

Wir versuchen ein "gläserner Züchter" zu sein. Deswegen werdet ihr auch schon zum Zeitpunkt der Geburt und in der Folgezeit über den Verlauf der Welpenentwicklung auf dem Laufenden gehalten. Täglich kleine Welpenfilmchen in die Gruppe sind an der Tagesordnung, damit ihr sehen könnt, wie und in welcher Umgebung die Kleinen bei uns aufwachsen.

 

Der C-Wurf chillt im Welpen-Wohnzimmer

 

Die Aufzucht im Buchenbogen

Die ersten zwei bis drei Lebenswochen


Die Wurfhöhle steht in unserem Wohnzimmer in einer ruhigen Ecke, damit ich jederzeit einen Blick hineinwerfen kann und die Mutterhündin weiterhin mitten in der Familie ist.

In den ersten zwei Wochen schlafen die Welpen, robben an die Milchbar, trinken und träumen. Wir versuchen sie so wenig wie möglich dabei zu stören (bis auf das tägliche Wiegen und Saubermachen der Höhle). Zur engeren Kontaktaufnahme ist in den kommenden Wochen noch genug Zeit. Jetzt geht es vor allem darum, die Mutterhündin mit allem gut zu versorgen.

 

Das heißt, das Wohnzimmer ist jetzt das Reich der Mutterhündin; Eintritt ist nur für die Familie.

Mit circa drei Wochen steht für die Welpen langsam die Erkundung der Höhlenaußenwelt auf dem Plan.

Die Augen und Ohren der Welpen öffnen sich mit ca. 10 - 12 Tagen. Die Wurfhöhle wird um einen kleinen Auslauf erweitert, da die Kleinen immer aktiver werden.

Das Gute ist, dass sich die Welpen in der gesamten Aufzuchtzeit mitten in unserer Familie befinden, wir in dieser Zeit viel Kontakt zu ihnen aufnehmen und sie sich sehr dem Menschen öffnen können. So sind auch alle unsere Welpen bisher immer sehr vertrauensvoll auf unsere Welpenbesucher zugelaufen und sind mit einem gesunden Selbstbewusstsein ausgestattet.

 

 

                                           

  4.- 7. Lebenswoche :

 

Besucher willkommen

Jetzt lernen die Welpen schnell und prägen sich Gelerntes ein.

Auch ihr Geschmack bildet sich aus. Die Zufütterung beginnt.

Erstes Rinderhack gibt es für die Welpen aus der Hand.

Fleisch wird gegen Ende der 4.Woche als Fleischbrei gegeben.

Eine Schüssel mit frischem Wasser steht immer im Welpenauslauf bereit..

 

Wir fangen bewusst nicht mit industriellem Fertigfutter an, um den Überblick darüber zu behalten, wie die einzelnen Lebensmittel vertragen werden. Stichwort: Orale Toleranz.

Mina und Coco säugten ihre Welpen 8-9 Wochen lang..

Mina mischte sich außerdem von Zeit zu Zeit in meine Fütterungen ein, indem sie ihre gerade aufgenommenen Fleischmahlzeiten den Kleinen vorwürgte (vorzugsweise grünen Pansen.. brrr). Diese stürzten sich dann wie wild drauf.

Mina wusste, was sie tat und die Verdauung der Welpen zeigte uns, dass alles passte.

Auch Coco würgte ihrem E-Wurf ungefähr im Alter von 7 Wochen Futter vor. Über dieses instinktive Verhalten einer Mutterhündin freue ich mich sehr.

Die Welpen lernen ab der  7.Woche bei der Abendmahlzeit kaltgepresstes Trockenfutter ohne Konservierungsstoffe und ohne synthetische Lockstoffe kennen.

 

Hier reißen die Welpen mit ihrer Mutter Coco zusammen an einem großen Stück Fleisch (Hirschhals).

 

Für die Zahlenfreaks unter uns:

Unsere sieben A-Wurf Welpen haben in den ersten 2 Wochen insgesamt 6.774 g zugenommen.

 

Wieviel musste wohl Mina fressen, um diese Energieleistung zu vollbringen ?

Bücherwissen: Die Welpen sollten in den ersten 10 Lebenstagen ihr Geburtsgewicht verdoppelt haben.

Die Verdoppelung ihres Gewichts haben alle unsere Welpen am 8. Tag geschafft.

Für 1 g Zunahme bei den Welpen musste Mina 2 g fressen.

Das heißt: Nur für das Wachstum ihrer Welpen in den ersten zwei Wochen musste sie rund 13,5 kg zusätzlich zu ihrer Futterportion fressen.

 

Hier übten Bonny und Beena das brave Abwarten, bevor es Futter gibt.

 Gemeinsames Fressen aus dem Futterring

Bei unseren Kleinen geht es sehr ruhig bei der Futteraufnahme zu.

 

   7. - 12. Lebenswoche und danach

Das gehört mit zur Erziehung:  Mina verlangt vom Welpen Beena Respekt ihrer Individualdistanz.... Beena versteht die deutliche Sprache und schleicht sich - mit leicht abgesenktem Kopf - davon.

Auf dem Programm stehen jetzt Kontakte aller Art....nicht übertrieben viele, aber immer mal wieder einige. Mit großen und kleinen Menschen, sowie mit sozial verträglichen Artgenossen, hier Alec mit "Onkel"  Dexter , Minas Wurfbruder Athos von der Rosenau.

 

 Unterwegs

Direkt vor unserer Haustür können wir täglich viele freundliche Hunde unterschiedlicher Rassen treffen. Hier begrüßen Ally und die kleine Alice den sehr freundlichen Connor.

So lernen die Kleinen ganz nebenbei von unseren großen Damen, wie entspannte Kontaktaufnahmen ablaufen.

 

Immer noch unterwegs

Nee Ally, das sind Schleppleinen und keine Ziehleinen.

Auf Zug nach vorne erfolgt von Annamirl Widerstand in die entgegengesetzte Richtung.

Deswegen lassen wir die Leinen los und gehen voran, der Folgetrieb funktioniert in der Gruppe meist ganz gut. Trotzdem muss man natürlich aufpassen... nicht nur wegen vorbeifahrender Autos, Radfahrer etc., sondern auch weil die Welpen alles Mögliche untersuchen.

Sie werden immer schneller, auch im Aufschlabbern von unverträglichen Dingen; das kann bei der noch nicht voll ausgereiften Verdauung der Welpen schnell zu Durchfällen führen.

 

 

 

Wir prägen die Welpen, indem wir angenehme Verknüpfungen herstellen.

Zum Beispiel gibt es einen bestimmten Pfiff beim Füttern.

Beim  gemeinsamen Fressen aus dem Futterring bekommen sie die Halsbänder umgelegt.  

Beim Spielen im Garten klappert und raschelt es über ihren Köpfen.

Rasenmäher in der Nachbarschaft, Feuerwehrsirenen, Hubschrauber.... den üblichen Alltagslärm lernen sie kennen.

Im Haus wird täglich gestaubsaugt, vor allem am und im Welpengehege ...das stört sie mittlerweile auch nicht mehr. Der Auslauf wird täglich neu gestaltet.

Sie hören immer mal wieder Musik verschiedener Richtungen und schlafen dabei ein.

Mehrere Besuche der neuen Welpenfamilien runden die Sozialisierung ab.

Gerne veranstalten wir - ab der 7.Woche - mit den zukünftigen Welpenfamilien eine kleine Ausfahrt, mit ihrem Welpen auf dem Schoß zu einer nahe gelegenen Wiese.

 

 

Da Alec auf einen Bauernhof mit vielen Tieren, u.a. auch Laufenten, zieht, darf er sich das Federvieh in der Nachbarschaft ansehen. Dabei war er ruhig und interessiert.

 

                                                               Ally mit Aleeke

Die zwei mögen sich sehr. Aleeke, jetzt Luna, treffen wir öfter in der Woche und es ist immer wieder schön zu sehen, wie vertraut der Umgang miteinander ist.. Zum Glück ist sie nur eine Straße weiter gezogen :-))